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1. Wirtschaftsznüni 2016

Das Betriebs- und Gestaltungskonzept Churer-/St.Gallerstrasse in Buchs sieht einen Kreisel beim EWB-Gebäude und Gegenverkehr auf dem oberen Teil der Grünaustrasse vor.

Das «Zentrum Präzisionsindustrie Alpenrheintal», das in der Fegeren geplant ist sowie das Betriebs- und Gestaltungskonzept für den Bereich Churer-/ St.Gallerstrasse am oberen Ende von Bahnhof- und Grünaustrasse waren die Hauptthemen am gestrigen Wirtschaftsznüni im Saal des Feuerwehrdepots. Vor allem letzteres sorgte für reichlich Diskussionsstoff.

Teil einer «Ideenschmiede»
Andreas Rohrer, Mitarbeiter der Bauverwaltung der Stadt Buchs, sagte gestern, das Konzept sei Teil einer «Ideenschmiede». Verschiedene Varianten seien geprüft worden, um die Verkehrssituation am oberen Ende von Bahnhof- und Grünaustrasse zu verbessern. Ursprünglich war gedacht, den Verkehr durch die Bäckergasse zu führen. Doch seien die Kurven dafür zu eng. Nun wird vorgeschlagen, die Grünaustrasse von der Kreuzung mit der Volksgartenstrasse bis zu einem Kreisel an der Churerstrasse im Gegenverkehr zu führen. Damit könnte der Autoverkehr aus der Bahnhofstrasse auf die Grünaustrasse geleitet und so die wichtige Einmündung beim Rathaus entlastet werden. So wäre es möglich, dass die Linienbusse vom Bahnhof Richtung Sevelen nicht mehr über die Heldaustrasse, sondern über das Zentrum geführt werden könnten und so dieses besser erschliessen. Die Bahnhofstrasse soll weiterhin auch im obersten Teil für die Belieferung durch Lastwagen offen bleiben.

Den Verkehrsfluss simuliert
Durch Lösungen mit Längsparkierung wird an der Grünaustrasse Platz für den Gegenverkehr frei. «Das wurde auch simuliert. Es zeigte sich, dass es Verbesserungen bringt. Es würde auch über die ganze Länge funktionieren», sagte Rohrer. Der Kritik, dieses Konzept sei ein erster Schritt zu einer verkehrsfreien Bahnhofstrasse, begegnete Stadtpräsident Daniel Gut: «Wir stehen weiterhin hundertprozentig dazu, dass die Bahnhofstrasse nicht verkehrsfrei wird.»
Das Konzept soll im April (genaues Datum noch ausstehend) der Bürgerschaft vorgestellt werden. «Wir wollen deren Rückmeldungen – und wir nehmen die heutigen ersten Reaktionen ebenfalls auf», sagte der Stadtpräsident. Denn unter anderem wurde gesagt, die vorgeschlagene Lösung sei ein Schritt zurück und eine Verschlimmbesserung. Und es fehlten Überlegungen zur langfristigen Zentrumsentwicklung.

Den «Knoten» beim Rathaus lösen
Im Rahmen des Agglomerationsprogramms möchte die Stadt zusammen mit dem Kanton den Verkehrsfluss auf der Buchser Hauptverkehrsachse verbessern. Hoffnung setzt die Stadt auf das «Zentrum Präzisionsindustrie Alpenrheintal».

Im Rahmen des Wirtschaftsznünis informierte Andreas Rohrer, Mitarbeiter der Bauverwaltung der Stadt Buchs, über den akutellen Stand des Agglomerationsprogramms. Die sechs Schwerpunkte, welche hauptsächlich die Stadt betreffen, sind das Bahnhofsgebiet, wo bald die Baugesuche eingereicht werden, die Arbeitsplatzentwicklung, das Potenzial der Innenentwicklung, der Langsamverkehr, Abstellanlagen beim Bahnhof sowie das Betriebs- und Gestaltungskonzept Churer-/ St.Gallerstrasse (vgl.Titelseite).

Spitze beim Veloverkehr
Das Konzept will die Buchser Hauptverkehrsachse betrieblich und gestalterisch verbessern und soll erreichen, dass der Verkehr vor allem auch beim «Knoten» Rathaus besser fliesst. Veloquerungen und Fussg.ngerüberg.nge sollen u berprüft werden, ob sie noch am richtigen Ort sind. Aber es sei keineswegs geplant, die ganze Strasse umzubauen. Buchs habe einen hohen Anteil an Veloverkehr und sei schweizweit Spitzenreiter. Auch der Kanton wolle den Langsamverkehr fördern, weil mit geringem Aufwand viel erreicht werde. Geplant seien in den kommenden drei Jahren Massnahmen an der Saarstrasse, Grünaustrasse und eine Rheinbrücke. Stadtpräsident Daniel Gut hatte zuvor das «Zentrum Präzisionsindustrie Alpenrheintal» in Buchs vorgestellt (W&O vom 20. August 2015). Es sei ein gemeinsames Projekt von privaten Investoren, der Ortsgemeinde und der Politischen Gemeinde sowie des Kantons. Das Rheintal sei ein technologisch intensives Gebiet. Während die Schweiz in diesem Bereich acht Prozent an Arbeitsplätzen biete, seien es im Alpenrheintal 15 Prozent.

Flexibles Angebot auch für Kleine
Im Gebiet Fegeren im Norden von Buchs, gleich gegenüber von der Fachhochschule NTB, soll ein flexibles Raumangebot entstehen, wo sich Unternehmen der Fertigungstechnologie, Mechatronik, Werkstofftechnologie, Mikro- und Nanotechnologie, der Energietechnik und Optischer Technologie für kürzere oder längere Zeit einmieten können. In enger Zusammenarbeit mit der NTB, dem bzb und anderen Unternehmen sollen hier auch kleine Betriebe Entwicklungen vorantreiben können. Beispielsweise könnte das Zentrum Reinräume, für die ein grosses Bedürfniss bestehen, oder eine Prototypenwerkstatt zur Verfügung stellen, aber auch Räume für Sitzungen, Caf´e oder Fitness. Grosses Netzwerk vorhanden Wie Daniel Gut sagte, steht potenziellen Unternehmen durch die NTB und Rhy Search auch ein grosses Forschungs-Netzwerk zur Verfügung. Beim Bau des Zentrums sei eine flexible Etappierung möglich. Jetzt gehe es darum, Interessenten zu suchen. «Eine Firma haben wir bereits auf relativ sicher», sagte Gut. Er hoffe, dass trotz nicht einfacher Wirtschaftslage durch die Euro-Frankenkurs-Thematik und offene politische Fragen wie etwa die Masseneinwanderungs- Initiative dieses Projekt vorwärts gebracht werde und man von der Fegeren noch viel hören werde. (Quelle: W&O)

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